Für rund 29.500 Unternehmen in Deutschland und Institutionen der Bundesverwaltung gelten seit Inkrafttreten des NIS2-Umsetzungsgesetzes neue gesetzliche Pflichten in der IT-Sicherheit. Betroffen sind Unternehmen, die in festgelegten Sektoren tätig sind und dabei Schwellenwerte im Hinblick auf Mitarbeitende, Umsatz und Bilanz überschreiten. Diese werden künftig als „wichtige“ oder „besonders wichtige Einrichtungen“ eingestuft. Sie unterliegen damit unter anderem erweiterten Anforderungen an das Risikomanagement und sind verpflichtet, sich als NIS2-Unternehmen zu registrieren sowie erhebliche IT-Sicherheitsvorfälle zu melden.

Für diese Registrierung hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nun das angekündigte zentrale Online-Portal freigeschaltet. Der dafür vorgesehene Registrierungsprozess ist zweistufig: Zunächst muss eine Anmeldung beim digitalen Dienst „Mein Unternehmenskonto (MUK)“ erfolgen, dann ist eine Registrierung im neu entwickelten BSI-Portal möglich.

Laut Angaben des BSI basiert das Portal auf einer Cloud-Infrastruktur von Amazon Web Services und wird sukzessiv zu einer Informations- und Austauschplattform mit Echtzeit-Daten ausgebaut. Registrierte Unternehmen erhalten im BSI-Portal Informationen zu ihren neuen gesetzlichen Pflichten und können Schwachstellen und Sicherheitslücken melden – auf Wunsch anonym und ohne Registrierung. Die Registrierung selbst erfolgt digital und ist für betroffene Unternehmen verpflichtend.

Weitere Informationen des BSI finden Sie hier: https://www.bsi.bund.de/DE/Service-Navi/Presse/Pressemitteilungen/Presse2026/260601_NIS2_BSI-Portal.html

Bildnachweis: ImageFlow / Shutterstock

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