Hybrides Arbeiten gehört heute in vielen Unternehmen zum Arbeitsalltag. Damit greifen Mitarbeitende regelmäßig außerhalb des Unternehmens auf geschäftliche Systeme und Daten zu. Um die Kommunikation zu schützen, setzen viele Unternehmen auf Virtual Private Networks (VPN). Verschlüsselte VPN-Verbindungen sind dabei ein wichtiger Sicherheitsbaustein – sie allein bieten jedoch keinen vollständigen Schutz vor Cyberangriffen.
Was versteht man unter einem Virtual Private Network (VPN)?
Ein Virtual Private Network (VPN) stellt eine verschlüsselte Verbindung zwischen einem Endgerät und dem Unternehmensnetzwerk her. Über diesen VPN-Tunnel können berechtigte Mitarbeitende auch außerhalb des Unternehmensstandorts sicher auf interne Systeme zugreifen. Die Verschlüsselung schützt den Datenverkehr während der Übertragung vor unbefugtem Mitlesen.
Bei der Einrichtung des VPN wird auf dem Server des Unternehmens eine Hardware- oder Softwarelösung etabliert, mit der berechtigte Nutzer Kontakt aufnehmen können. Die Nutzer selbst benötigen für die Einwahl meist eine besondere Software. Ein VPN ersetzt jedoch keine umfassende IT-Sicherheitsstrategie. Es schützt den Übertragungsweg der Daten – nicht jedoch Endgeräte, Benutzerkonten oder Anwendungen.
Cyberrisiken bei der VPN-Nutzung im Homeoffice
Auch heute kommen im Homeoffice teilweise private Notebooks oder unzureichend geschützte Heimnetzwerke zum Einsatz. Trotz sicherer VPN-Verbindung bleibt das ein erhebliches Risiko. Denn ein VPN schützt den Übertragungsweg – nicht das Endgerät selbst.
Ist das Endgerät bereits mit Schadsoftware infiziert, kann sich Malware trotz VPN unter Umständen bis ins Unternehmensnetzwerk ausbreiten. Auch privates Surfen oder nicht autorisierte Anwendungen auf Firmengeräten können zusätzliche Risiken schaffen. Kurz gesagt: Wenn das private Notebook infiziert ist, kann die Malware über das VPN ins Firmennetzwerk gelangen.
VPN-Verbindungen nur über firmeneigene Notebooks
Unternehmen sollten ihre VPN-Infrastruktur regelmäßig überprüfen und Mitarbeitende möglichst mit zentral verwalteten Firmengeräten ausstatten. Ebenso wichtig sind aktuelle Betriebssysteme, Sicherheitsupdates und moderne Schutzlösungen für Endgeräte.
IT-Spezialisten können Notebooks so konfigurieren, dass Sicherheitsrichtlinien zentral durchgesetzt und Schadsoftware möglichst früh erkannt wird. Auch eine Verschlüsselung der Festplatte, Mehr-Faktor-Authentifizierung und die Einschränkung des Zugriffs auf externe Webseiten können hilfreich sein. Schulungen zum Thema VPN und IT-Sicherheit sollten für alle Homeoffice-Mitarbeiter obligatorisch sein.
VPN bleibt auch künftig ein wichtiger Baustein für den sicheren Fernzugriff. Moderne Sicherheitskonzepte ergänzen VPN-Lösungen durch sichere Endgeräte sowie eine kontinuierliche Überprüfung von Identitäten und Zugriffsrechten. Erst das Zusammenspiel dieser Maßnahmen bietet einen wirksamen Schutz vor modernen Cyberangriffen.
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