Künstliche Intelligenz verändert die Methoden von Cyberkriminellen grundlegend. Mithilfe von KI erstellen Täter täuschend echte E-Mails, imitieren Stimmen oder erzeugen Deepfake-Videos, um Mitarbeitende gezielt zu manipulieren. Nach einer aktuellen Schadensstatistik von Allianz Trade stiegen die Schäden durch derartige Social-Engineering-Betrugsmaschen im vergangenen Jahr um insgesamt 60 Prozent.
Besonders hohe Schäden verursacht mittlerweile der sogenannte Fake-President-Betrug. Dabei nutzen Kriminelle KI-generierte E-Mails, Stimmen oder Deepfake-Videos, um sich als Mitglieder der Geschäftsleitung auszugeben und Mitarbeitende zu hohen Überweisungen zu bewegen. Laut der Schadensstatistik von Allianz Trade stiegen die dadurch verursachten Schäden bereits 2024 um 200 Prozent – 2025 legten sie um weitere 81 Prozent zu. Auch der Bestellerbetrug gewann an Bedeutung. Dabei geben sich Täter als Bestandskunden aus und lassen hochwertige Waren an abweichende Lieferadressen senden. Hier stiegen die Fallzahlen 2025 um 61 Prozent, die verursachten Schäden sogar um 139 Prozent.
Gerade im Maschinen- und Anlagenbau mit hohen Auftragswerten und internationalen Geschäftsbeziehungen können beide Betrugsformen erhebliche Vermögensschäden verursachen. Unternehmen sollten deshalb Zahlungsfreigaben konsequent absichern, das Vier-Augen-Prinzip verbindlich anwenden und Änderungen von Zahlungsdaten grundsätzlich über einen zweiten, unabhängigen Kommunikationsweg bestätigen. Ebenso wichtig ist es, Mitarbeitende regelmäßig für KI-gestützte Social-Engineering-Angriffe zu sensibilisieren.
Bildnachweis: Who is Danny? / Shutterstock
Unsere Empfehlungen für Sie:
Kontakt
THOMAS VÖLKER
Spartenverantwortlicher Cyber Versicherung
VSMA GmbH – ein Unternehmen des VDMA Telefon +49 69 6603-1520 tvoelker@vsma.org www.vsma.de Impressum Datenschutz




