Das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesinnenministerium (BMI) haben am 12. Mai das neue Bundeslagebild Cybercrime 2025 vorgestellt. Demnach liegt Deutschland auf Platz drei der Angriffsziele weltweit. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr bundesweit rund 334.000 Cybercrime-Fälle registriert. Der Schaden für die deutsche Wirtschaft liegt laut den Sicherheitsbehörden inzwischen bei rund 202,4 Milliarden Euro und damit bei etwa 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Als größte Bedrohung erwies sich erneut Ransomware. Die Zahl der gemeldeten Angriffe in diesem Bereich stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich um zehn Prozent auf 1.041 Fälle an – und damit auf fast drei Ransomware-Angriffe pro Tag. Besonders stark betroffen waren Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Auch die durchschnittlichen Lösegeldzahlungen stiegen weiter an. Die Gesamtsumme aller Zahlungen lag bei rund 15,5 Millionen US-Dollar. Laut Pressemitteilung des BMI zahlen allerdings immer weniger Betroffene das geforderte Lösegeld, was auf eine höhere Resilienz der Unternehmen hindeute.
Auch Überlastungsangriffe (sogenannte DDoS-Attacken) nahmen um 25 Prozent auf mehr als 36.700 Fälle zu. Besonders betroffen waren Behörden, Verwaltungen sowie Verkehrs- und Logistikunternehmen. Bei den DDoS-Angriffen spielte die hacktivistische Gruppierung „NoName057(16)“ eine große Rolle, die im Zusammenhang mit der Unterstützung Deutschlands für die Ukraine gezielt deutsche Einrichtungen attackierte.
Die Zahlen zeigen, dass Cyberkriminalität für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen weiter ein erhebliches Risiko bleibt. Besonders Ransomware, DDoS-Angriffe und der Einsatz von KI verändern die Bedrohungslage und erhöhen den Druck, IT-Sicherheitsvorkehrungen regelmäßig zu überprüfen und zu optimieren.
Bildnachweis: ImageFlow / Shutterstock
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