Aktuell erreicht die Nachfrage nach Cyberversicherungen im deutschen Mittelstand einen neuen Höchststand. Angesichts zunehmend raffinierter, KI-gestützter Angriffe und der fortschreitenden Digitalisierung erkennen immer mehr Unternehmen die Notwendigkeit, sich gegen die finanziellen und operativen Folgen von Cyberattacken abzusichern. Neue Studien zeigen: Der Markt boomt – doch damit wachsen auch die Herausforderungen.

Cyberkriminalität: Neue Dimension der Bedrohung
Die IT-Bedrohungslage bleibt angespannt. Laut der aktuellen TÜV-Cybersecurity-Studie vom 11. Juni 2025 nehmen Sicherheitsvorfälle in Deutschland kontinuierlich zu. Im vergangenen Jahr wurden 15 Prozent der Unternehmen Opfer eines Cyberangriffs – ein Anstieg um vier Prozentpunkte gegenüber 2023. Besonders kritische Infrastrukturen stehen im Fokus der Angreifer, doch auch der Mittelstand gerät zunehmend ins Visier.

Den Befragten der TÜV-Cybersecurity-Studie bereitet insbesondere der Einsatz von Künstlicher Intelligenz Sorge: 51 Prozent gehen davon aus, dass bereits KI-gestützte Cyberangriffe erfolgen. Auch Ransomware-Attacken über die Lieferkette gelten als zentrales Risiko: Zehn Prozent der Unternehmen berichten von Angriffen über Zulieferer oder Dienstleister. Zudem nehmen die Bedenken hinsichtlich Deepfakes und manipulierten Identitäten zu, die für Social-Engineering-Angriffe genutzt werden.

Marktdynamik: Nachfrage nach Cyberversicherungen explodiert
Mit den Risiken wächst auch der Bedarf an Absicherung. Laut Munich Re wird der globale Markt für Cyberversicherungen im Jahr 2025 ein Volumen von 16,3 Milliarden US-Dollar erreichen, was einem Plus von rund sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Haupttreiber sind die rasant steigenden Schäden durch Cyberangriffe. Laut Cybersecurity Ventures beliefen sich diese 2024 weltweit auf 9,5 Billionen US-Dollar. Besonders spektakuläre Vorfälle wie der raffinierte Social-Engineering-Angriff auf den britischen Einzelhändler Marks & Spencer haben die Nachfrage zusätzlich befeuert.

Auch der deutsche Markt wächst dynamisch. Laut einer im März/April 2025 durchgeführten Unternehmensbefragung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erkennen immer mehr Unternehmen die potenziellen Schäden durch Cyberangriffe. Rund die Hälfte von ihnen ist bereits abgesichert, weitere 20 Prozent planen den Abschluss einer Cyberversicherung. Vor allem bei mittleren Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitenden ist das Interesse hoch: In dieser Größenklasse liegt die Versicherungsquote aktuell bei 59 Prozent.

Herausforderungen: Strengere Annahmekriterien und hohe Ablehnungsquote
Trotz des aktuellen Booms bleibt der Markt für Cyberversicherungen anspruchsvoll. Der MRTK Cyber-Monitor 2025 zeigt: Inzwischen wird fast jeder dritte Antrag abgelehnt – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Die Gründe hierfür sind vielschichtig: Versicherer reagieren mit schärferen Annahmekriterien auf steigende Schadenquoten, verschärfte Regulierung und die zunehmende Komplexität der Bedrohungslage. Besonders kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) haben häufig nicht das erforderliche IT-Sicherheitsniveau, um den Anforderungen der Anbieter zu genügen.

Die Folge: Der Zugang zu einer passenden Absicherung wird immer schwieriger – auch für mittelständische Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau. Sie benötigen nachhaltige Lösungen, die nicht nur zuverlässigen Versicherungsschutz bieten, sondern zudem Hilfestellung bei Prävention, Sensibilisierung und Notfallmanagement leisten.

 VSMA GmbH: Zuverlässiger Partner des Maschinen- und Anlagenbaus
Als Tochtergesellschaft des VDMA e. V. begleitet die VSMA seit fast 100 Jahren Maschinen- und Anlagenbauer bei der Absicherung betrieblicher Risiken. Mit der Initiative „Unternehmen Cybersicherheit“, einem gemeinsamen Projekt von VSMA und VDMA, erhalten mittelständische Unternehmen gezielte Hilfe gegen Cyberkriminalität. Herzstück der Initiative ist ein Informationsportal mit praxiserprobten Arbeitshilfen wie einem Muster-IT-Notfallplan oder der VDMA Notfallhilfe Ransomware. Eine Übersicht über alle Arbeitshilfen finden Sie hier.

Darüber hinaus bietet die VSMA mit der VDMA Cyber-Police (VCP) eine speziell für den Maschinen- und Anlagenbau entwickelte Cyberversicherung, die umfassenden Schutz bei Betriebsunterbrechungen, Datenverlusten und Haftungsansprüchen bietet. Ein besonderes Plus der VCP ist das Incident Response Team, das im Ernstfall schnell IT-Forensiker und Krisenmanager zur Verfügung stellt. Optional kann die VCP zudem um den VDMA Cyber Awareness Service ergänzt werden, der Mitarbeitende mit Phishing-Simulationen und E-Learnings für Cyberrisiken sensibilisiert.

Bildnachweis: Skorzewiak / Shutterstock

Unsere Empfehlungen für Sie:

Kontakt

THOMAS VÖLKER

Spartenverantwortlicher Cyber Versicherung

VSMA GmbH – ein Unternehmen des VDMA
Telefon +49 69 6603-1520
tvoelker@vsma.org

www.vsma.de         Impressum    Datenschutz