Der aktuelle Lagebericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeigt: Die Cyberresilienz in Deutschland verbessert sich zwar, doch die Bedrohungen wachsen deutlich schneller – insbesondere, weil unzureichend geschützte Angriffsflächen es den Tätern weiterhin erleichtern, Unternehmen und Organisationen ins Visier zu nehmen. Besonders betroffen sind neben politischen Institutionen vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Angriffsflächen im Web nicht ausreichend schützen.

Laut BSI setzen rund 61 Prozent der erreichbaren .de-Domains ausschließlich auf das ältere IPv4-Protokoll, das als weniger sicher gilt. Bei 47 Prozent der IP-Adressen von .de-Domains waren zudem sensible Informationen aus dem Internet öffentlich einsehbar, darunter Geodaten und Hinweise auf mögliche Schwachstellen. Auch E-Mail-Adressen, Social-Media und Messenger-Accounts sowie SMS-fähige Telefonnummern bieten große Angriffsflächen. Insgesamt wurden im aktuellen Berichtszeitraum von Juli 2024 bis Juni 2025 durchschnittlich 119 neue Schwachstellen pro Tag bekannt – rund 24 Prozent mehr als im Vorjahr.

Im Bereich Ransomware blieb die Zahl der registrierten Angriffe auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Besonders betroffen waren im Berichtszeitraum kleine und mittelgroße Unternehmen (80 Prozent der Fälle). Häufig kam es dabei zu Datenabflüssen und/oder zur Androhung einer Veröffentlichung sensibler Informationen. Ransomware bleibt deshalb eine der zentralen Gefahren für den Mittelstand.

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