Der US-amerikanische Medizintechnikkonzern Stryker ist Ziel einer schweren Cyberattacke geworden. Die Angreifer drangen in interne Microsoft-Systeme des Unternehmens ein und löschten laut Medienberichten Daten von etwa 200.000 Firmenlaptops und mobilen Geräten weltweit. Ransomware oder Schadsoftware wurde nach Angaben von Stryker nicht gefunden. Die Attacke hatte damit einen rein destruktiven Charakter und führte zu erheblichen Störungen in der digitalen Infrastruktur des Unternehmens.

Der Konzern bestätigte, dass es aufgrund eines Cyberangriffs zu einer weltweiten Netzwerkstörung in der Microsoft-Umgebung gekommen sei. Der Vorfall sei inzwischen unter Kontrolle. Durch die Attacke kam es zeitweise zu Einschränkungen im Geschäftsbetrieb, unter anderem bei internen IT-Diensten und digitalen Arbeitsabläufen. Auch Prozesse in Produktion und Auftragsabwicklung waren davon betroffen. Das Unternehmen arbeitet derzeit mit Hochdruck daran, die betroffenen Systeme wiederherzustellen.

Zu dem Angriff bekannte sich später die pro-iranische Hackergruppe „Handala“. Die Gruppe bezeichnete ihre Tat als vollen Erfolg und als Beginn eines neuen Kapitels in der Cyberkriegsführung. Sicherheitsexperten sehen darin ein Beispiel dafür, dass politisch motivierte Hackergruppen immer häufiger große Industrie- und Technologieunternehmen ins Visier nehmen. 

Bildnachweis: FOTOGRIN / Shutterstock

Unsere Empfehlungen für Sie:

Kontakt

THOMAS VÖLKER

Spartenverantwortlicher Cyber Versicherung

VSMA GmbH – ein Unternehmen des VDMA
Telefon +49 69 6603-1520
tvoelker@vsma.org

www.vsma.de         Impressum    Datenschutz