Bereits im Oktober 2026 waren bei einem Cyberangriff in Frankreich die Kühlsysteme von rund 700 Supermärkten betroffen. Vernetzte Kühlschränke wurden über Nacht stundenlang auf bis zu 50 Grad Celsius erhitzt, Lebensmittel verdarben und mussten entsorgt werden. In der Nacht zum 2. November wurden nun auch aus mehreren weiteren europäischen Ländern vergleichbare Vorfälle gemeldet. Betroffen waren Supermärkte in Belgien, Schweden, Irland, Luxemburg, Estland, Finnland und den Niederlanden. Auch dort wurden Kühlsysteme manipuliert oder Störungen gemeldet, die teilweise zu erheblichen Temperaturanstiegen führten.

Inzwischen sind auch erste Fälle aus Deutschland bekannt. Stand heute berichten Supermärkte in Wuppertal, Wetter-Volmarstein und Raesfeld in Nordrhein-Westfalen von Ausfällen beziehungsweise Manipulationen ihrer Kühlanlagen. Ein CAP-Markt in Wuppertal erklärte, ein „externer Zugriff“ habe dazu geführt, dass seine Kühl- und Tiefkühlanlagen zu warm wurden. Sämtliche kühlpflichtigen Lebensmittel mussten entsorgt werden. Auch in einem Edeka-Markt im niederbayerischen Reisbach haben sich die Kühlanlagen auf 50 Grad erhitzt. Der Betreiber geht von einem Cyberangriff aus.

Ob die aktuellen Vorfälle miteinander oder mit den Angriffen in Frankreich zusammenhängen, ist bislang nicht geklärt. Auch wer hinter den Angriffen steckt, ist derzeit offen. EU-Agrarkommissar Christophe Hansen bezeichnete das wiederholte Auftreten der Cyberangriffe als „zutiefst besorgniserregend“. Die Lebensmittelsicherheit in Europa sei derzeit jedoch nicht gefährdet.

 

Bildnachweis: Chat GPT

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