Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geraten immer stärker ins Fadenkreuz von Cyberkriminiellen – der aktuelle „Security Navigator 2026“ von Orange Cyberdefense zeigt einen deutlichen Anstieg der weltweiten Sicherheitsvorfälle. Für die Analyse wurden über 139.000 Sicherheitsvorfälle aus dem Zeitraum Oktober 2024 bis September 2025 untersucht, darunter 19.000 bestätigte Sicherheitsverletzungen. Als dominierende Bedrohung erwies sich erneut die Cyber-Erpressung (Cyber-Extortion), bei der Angreifer Unternehmensdaten kompromittieren, manipulieren oder blockieren, um Lösegeldzahlungen zu erzwingen. Hinter vielen dieser Angriffe steht ein arbeitsteiliges Crime-as-a-Service-Modell, bei dem Künstliche Intelligenz eingesetzt wird, um Reichweite und Effizienz der Attacken zu steigern.

Deutschland ist von dieser Entwicklung in besonderem Maße betroffen. Laut den Auswertungen des „Security Navigator 2026” ist die Zahl der bekannten Opfer von Cyber-Erpressung hierzulande gegenüber dem Vorjahr um rund 91 Prozent gestiegen. Besonders häufig geraten kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitenden ins Visier. Laut der Analyse machen sie den Großteil der Betroffenen aus. Für Unternehmen in industriellen Wertschöpfungsnetzen kann dies erhebliche Folgen haben: Angriffe auf einzelne Betriebe wirken sich nicht nur auf den eigenen Geschäftsbetrieb aus, sondern können auch Lieferketten, Produktionsabläufe und Märkte insgesamt beeinträchtigen.

Bildnachweis: Koldunov / Shutterstock

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