Cyberkriminelle nutzen die wachsende Verbreitung von KI-Anwendungen zunehmend für Angriffe auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Laut einer aktuellen Pressemitteilung von Kaspersky wurden im Zeitraum von Januar bis April 2026 weltweit mehr als 33.000 Angriffe auf KMU registriert, bei denen Schadsoftware den Anschein bekannter KI-Angebote erweckte. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies nahezu einer Verfünffachung.
Als Köder dienten dabei vor allem bekannte KI-Dienste. 42 Prozent der von Kaspersky detektierten Angriffe nutzten ChatGPT als Tarnung, 24 Prozent entfielen auf Claude und 20 Prozent auf DeepSeek. Bei den als KI-Anwendungen getarnten Schadprogrammen handelt es sich Kaspersky zufolge in erster Linie um Trojaner. Darunter befanden sich auch Varianten, die zusätzliche Schadprogramme auf bereits kompromittierten Systemen nachladen und ausführen können.
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Cyberkriminelle die zunehmende Verbreitung von KI-Anwendungen gezielt ausnutzen und ihre Angriffsmethoden an veränderte Nutzungsgewohnheiten anpassen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Sensibilisierung von Mitarbeitenden weiter an Bedeutung. Mit dem VDMA Cyber Awareness Service steht Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus hierfür ein branchenspezifisches Unterstützungsangebot zur Verfügung.
Bildnachweis: Chat GPT
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